Bauschäden durch Schimmelpilz

Wieviel Wasser die Luft aufnehmen kann, hängt von ihrer Temperatur ab: Wärmere Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kältere. Erfolgt bei hoher relativer Raumluftfeuchte eine Abkühlung der warmen Zimmerluft, zum Beispiel an kühleren Stellen an der Wand, sinkt der Sättigungsgrad - die kältere Luft kann nicht mehr soviel Wasser aufnehmen - und es kommt zu Kondensatbildung. Diese feuchten Stellen bieten ideale Lebensbedingungen für den Schimmelpilz.

Zur Vorbeugung von Feuchteschäden ist eine kontrollierte Zufuhr frischer und trockener Außenluft und eine Abfuhr der verbrauchten und zu feuchten Luft nötig.

Mit der dichter werdenden Gebäudehülle verbindet sich jedoch oftmals ein Problem: Konnte sich die feuchte Raumluft, deren Anfall sich im Zeitablauf nicht geändert hat, bei älteren und undichteren Gebäuden ihren Weg nach draußen suchen, so entfällt bei dichten Gebäuden dieser Weg. Gleichzeitig müssen die Gebäude so geplant werden, dass der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt wird, d.h. in ausreichendem Maße Frischluft in das Gebäude geführt wird. Auch für den bauphysikalisch notwendigen Luftwechsel von 0,5 h-1 haben Fenster ihre zentrale Rolle heute verändert. Durch Wärmedämm-Maßnahmen nach den Erfordernissen der Energieeinsparverordnung mit Hilfe hochwertiger Materialien und fachmännischer Verarbeitung sowie durch Minimierung von sogenannten Leckagewerten der Außenwände wird eine kontrollierte, permanente Lüftung immer bedeutsamer für die Bauhygiene.

Die DIN 1946, als weitere bekannte Größe in diesem Zusammenhang, erachtet einen Luftaustausch von 20 - 30 m3 pro Stunde und Person als notwendig.