Glossar

Bautechnische Begriffe

  • Drempel
  • Als Drempel wird üblicherweise der Raum / Platz zwischen äußerer Kniestockwand (in der Regel Massiv) und der innenliegenden Kniestockwand (zumeist Gipskarton) bezeichnet. Da dieser Raum üblicherweise für Wohnzwecke nicht genutzt werden kann, bietet er sich ideal als Stauraum oder zur Unterbringung von versorgungstechnischen Komponenten an (z.B. Verlegung von Leitungen).
  • Kniestock
  • Als Kniestock bezeichnet man die ab der Deckenebene im Bereich der Traufe aufgemauerte Wand, auf der die Dachkonstruktion aufliegt. Je höher der Kniestock ist, desto mehr Stellfläche steht unter der Dachschräge zur Verfügung. In Bayern wurde bzw. wird der Kniestock an der Längsseite häufig unverputzt in Holz ausgeführt.
  • Laibung / Leibung
  • Als Laibung oder Leibung bezeichnet man die innere, senkrechte Schnittfläche von Fenster- bzw. Türöffnungen an das Mauerwerk. Üblicherweise werden Laibungen verputzt; dabei werden die Ecken meist durch Eckwinkel verstärkt. Bei hinterlüfteten Fassaden kann die Laibung / Leibung entsprechend der Fassadenverkleidung auch aus Aluminium, Naturstein oder anderen Werkstoffplatten bestehen.
  • Sturz
  • Die obere, waagerechte Begrenzung einer Tür- oder Fensterumrahmung bezeichnet man als Sturz.

Feuchteproblematik

  • Bauschäden durch Schimmelpilz
  • Wieviel Wasser die Luft aufnehmen kann, hängt von ihrer Temperatur ab: Wärmere Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kältere. Erfolgt bei hoher relativer Raumluftfeuchte eine Abkühlung der warmen Zimmerluft, zum Beispiel an kühleren Stellen an der Wand, sinkt der Sättigungsgrad - die kältere Luft kann nicht mehr soviel Wasser aufnehmen - und es kommt zu Kondensatbildung. Diese feuchten Stellen bieten ideale Lebensbedingungen für den Schimmelpilz. Zur Vorbeugung von Feuchteschäden ist eine kontrollierte Zufuhr frischer und trockener Außenluft und eine Abfuhr der verbrauchten und zu feuchten Luft nötig. Mit der dichter werdenden Gebäudehülle verbindet sich jedoch oftmals ein Problem: Konnte sich die feuchte Raumluft, deren Anfall sich im Zeitablauf nicht geändert hat, bei älteren und undichteren Gebäuden ihren Weg nach draußen suchen, so entfällt bei dichten Gebäuden dieser Weg. Gleichzeitig müssen die Gebäude so geplant werden, dass der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt wird, d.h. in ausreichendem Maße Frischluft in das Gebäude geführt wird. Auch für den bauphysikalisch notwendigen Luftwechsel von 0,5 h-1 haben Fenster ihre zentrale Rolle heute verändert. Durch Wärmedämm-Maßnahmen nach den Erfordernissen der Energieeinsparverordnung mit Hilfe hochwertiger Materialien und fachmännischer Verarbeitung sowie durch Minimierung von sogenannten Leckagewerten der Außenwände wird eine kontrollierte, permanente Lüftung immer bedeutsamer für die Bauhygiene. Die DIN 1946, als weitere bekannte Größe in diesem Zusammenhang, erachtet einen Luftaustausch von 20 - 30 m3 pro Stunde und Person als notwendig.
  • Gesundheitsrisiko durch Schimmelpilz
  • Schimmelpilz verursacht nicht nur Schäden an der Bausubstanz, sondern stellt ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko dar. Die Sporen der Schimmelpilze gehören zu den wichtigsten Innenraumallergenen und können Auslöser der verschiedensten allergischen Reaktionen sein, die von Hautreizungen und grippeähnlichen Beschwerden über schwere Erschöpfungszuständnisse und Schwindel bis hin zu allergischem Asthma führen können. Allein in Deutschland gibt es etwa 4 Millionen Schimmelpilzallergiker. Eine sinnvolle Feuchteregulierung ist wichtig um Schimmelpilz zu vermeiden. Als Lösung bietet sich insbesondere der Einsatz von Lüftern mit einer automatischen Feuchtesteuerung an.

Glasarchitektur

  • g-Wert
  • Der g-Wert gibt an, welcher Anteil der gesamten auftreffenden Sonnenstrahlung durch die Verglasung ins Rauminnere gelangt. Je höher der Wert, umso mehr Sonnenwärme spüren Sie im Raum.
  • LT-Wert
  • Der Lichttransmissionsgrad einer Verglasung bezeichnet den prozentualen Anteil der Sonnenstrahlung im Bereich des sichtbaren Lichtes, der von aussen nach innen übertragen wird. Der LT-Wert ist abhängig von der Glasdicke und der Zusammensetzung des Glasgemenges sowie von allfälligen Beschichtungen. Je höher der LT-Wert umso mehr Licht dringt in den Raum.
  • U-Wert
  • Der U-Wert ist die Masseinheit zur Ermittlung des Wärmeverlustes eines Bauteils. Der U-Wert gibt die Wärmemenge an, die pro Zeiteinheit durch 1m2 eines Bauteils bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin hindurchgeht. Je tiefer der U-Wert, desto kleiner sind die Wärmeverluste nach aussen und dementsprechend geringer der Energieverbrauch.

Lüftung

  • Dichte Bauweise
  • In heutigen Niedrigenergiehäusern und Passivhäusern werden alle wirtschaftlich vertretbaren Wärmedämm-Maßnahmen durchgeführt. Diese Häuser sind so gut gedämmt, dass der Lüftungswärmebedarf bis zu zwei Drittel der Gesamtwärmeverlust ausmacht. Um einen sicheren Schutz gegen Feuchteschäden zu bieten, gehört bei Niedrigenergiehäusern die kontrollierte Wohnungslüftung zu einem unverzichtbaren Konzept dieser Bauweise. Damit können die bauphysikalischen und raumhygienischen Mindestluftwechselraten gesichert und die Lüftungswärmeverluste bei Einsatz von Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung auf ein Drittel des Gesamtenergiebedarfs zurückgedrängt werden.
  • Energiesparen bei der Lüftung
  • Es gibt viele Faktoren, die den Heizenergiebedarf eines Hauses bestimmen - angefangen beim Wärmeschutz der Wände über die Qualität der Heizanlage bis hin zum individuellen Verbraucherverhalten. Bei Altbauten führen dabei unangenehme Zugerscheinungen an undichten Fenstern vielfach zu einer subjektiven Überbewertung des Luftwechselanteils an den Gesamtwärmeverlusten. Bei nicht sanierten Gebäuden, die bis Anfang der siebziger Jahre gebaut wurden, gehen 65 - 80 % der Wärme (Transmission) durch luftdichte (!) Bauteile wie Wände, Dächer, Glasscheiben etc. verloren. Nur 20 - 35 % des Heizbedarfs gehen zu Lasten der Lüftung.

Schall

  • A-bewerteter Schallpegel
  • Beim A-bewerteten Schallpegel wird ein Teil der Schallenergie in den niedrigen Frequenzen ausgefiltert. Damit können diese Schallpegel besser dem physiologischen Empfinden nachempfunden werden. A-bewertete Schallpegel werden nur zur Messung von Immissionen herangezogen, nicht jedoch für die Angabe von Schalldämmwerten.
  • Akustik
  • Das Wort Akustik kommt aus dem Griechischen „akuein“ und bedeutet hören. Akustik bezeichnet die Lehre vom Schall sowie von mechanischen Schwingungen und deren Ausbreitung. Zahlreiche Arbeitsgebiete mit weitreichend bereichsübergreifenden Fachrichtungen beschäftigen sich mit der Akustik:, z.B. Bau- und Raumakustik, techischer Schallschutz oder Sprachakustik.
  • Äquivalente Schallabsorptionsfläche A
  • Dieser Begriff bezeichnet eine gedachte Fläche eines Raumes mit vollständiger Schallabsorption (Schallabsorptionsgrad 1), die die gleiche Absorption hat wie die gesamte Oberfläche eines Raumes und die in ihm befindlichen Gegenstände bzw. Personen.
  • Beurteilungspegel
  • Der Beurteilungspegel ist der auf bestimmte Zeiträume bezogene, korrigierte Mittelungspegel. Er dient meist zum Vergleich mit Immissionswerten. Eine Beurteilung des Lärms ist sehr schwierig, da Lärm individuell sehr unterschiedlich eingeschätzt wird. Ein lautes Rockkonzert mit ca. 120 dB wird von dem einen als angenehm und von dem anderen als stark störend eingeschätzt. Schienenlärm wird häufig weniger störend empfunden als Fluglärm. Werden zahlreiche Menschen befragt, so ähneln die Reaktionen auf den Lärm einer Verteilung um einen Mittelwert. Der Beurteilungspegel (Lr) ist ein Maß für die Lärmbelastung mit Korrekturfaktoren für Einflüsse, die besonders lästig sind. In die Berechnung gehen der Dauerschallpegel, Zuschläge für Informationsgehalt, Tageszeit sowie Situationen ein.
  • Bewertete Norm-Schallpegeldifferenz Dn,w
  • Ist eine Einzahlangabe zur Kennzeichnung der Luftschalldämmung von Bauteilen, bei denen eine Beziehung auf eine Prüffläche S (Decke oder Wand) nicht möglich oder mit Fehlern behaftet wäre, z.B. bei der Übertragung zwischen nicht direkt aneinander liegenden Räumen (Diagonalübertragung) oder bei einer zu kleinen Meßfläche. Die Bewertung der Normschallpegeldifferenz Dn erfolgt analog zur Bewertung des Schalldämm-Maßes R. Die bewertete Norm-Schallpegeldiff. ist eine gängige Meßgröße zur Bewertung von Schalldämmlüftern.
  • Bewertetes Schalldämm-Maß Rw
  • Kennzeichnet als Einzahlangabe die Luftschalldämmung von Bauteilen. Zur Beurteilung des Luftschallschutzes wird die frequenzabhängige Bezugskurve für das Schalldämm-Maß um ganze dB nach oben (besser) bzw. nach unten (schlechter) verschoben. Je höher das Schalldämm-Maß Rw, desto besser der Schallschutz des Bauteils (Fenster, Wand etc.).
  • Dauerschallpegel
  • Mit einem Dauerschallpegel wird die mittlere Schallbelastung an einem Ort definiert. Bei stark schwankenden Lautstärken (z.B. Straße oder Flugverkehr) wird ein sogenannter Mittelungspegel oder energieäquivalenter Dauerschallpegel (Leq) als zeitllcher Mittelwert des Pegels zur Beurteilung des Lärms herangezogen.
  • Fluglärm
  • Nach dem derzeit gültigen Fluglärmgesetz von 1971 müssen erst bei engergieäquivalenten Dauereschallpegeln von 67 dB(A) Einschränkungen der baulichen Nutzung hingenommen werden. Diese Werte sind nach Erkenntnissen der Lärmwirkungsforschung deutlich überholt. Das Umweltbundesamt hat in einer Studie zu Fluglärmwirkungen folgende Lärmbelastungsbereiche vorgeschlagen, die bei Neu- oder Ausbauten berücksichtigt werden sollten: Bei Fluglärmbelastungen von 55 dB(A) tags und 45 dB(A) nachts wird die Grenze zu erheblichen Belästigungen erreicht. Bei Fluglärmbelastungen von 60 dB(A) tags und 50 dB(A) nachts sind aus präventivmedizinischer Sicht Gesundheitsbeeinträchtigungen zu befürchten. Bei Fluglärmbelastungen oberhalb von 65 dB(A) tags und 55 dB(A) nachts sind Gesundheitsbeeinträchtigungen in Form von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erwarten.
  • Frequenz
  • Die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde bezeichnet man als Frequenz. Die Frequenz bestimmt die Tonhöhe und wird in Hertz (Hz) angegeben. 1 Schwingung pro Sekunde = 1 Hz; 1000 Hz = 1 kHz. Das durchschnittliche, menschliche Gehör nimmt Frequenzen im Bereich von 20 - 16.000 Hz wahr.
  • Immissionswerte
  • In aktuellen Vorschriften festgelegte, als Beurteilungspegel angegebene Höchstpegel in Schlafräumen, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz etc. Die Vorschriften sind z.B. TA Lärm, VDI 2058 Blalt 1, UVV Lärm und VBG 121 Durchführungsverordnung.
  • Körperschall
  • Schall, der sich in festen Medien oder an dessen Oberflächen ausbreitet.
  • Lärm
  • Lärm ist unerwünschter Schall und wird von unterschiedlichen Personen unterschiedlich beurteilt. Lärm ist deshalb – nicht wie allgemein angenommen – messbar, sondern muss beurteilt werden; Geräusche sind im Gegensatz zu Lärm physikalisch detailliert messbar.
  • Lärm - Auswirkungen
  • Die körperlichen Reaktionen auf Geräusche unter 85 dB(A) liegen bei vorübergehender Einwirkung im Bereich der menschlichen Anpassungsfähigkeit. Regelmäßige Geräuschbelastungen können das soziale, seelische oder körperliche Wohlbefinden mindern, zu Krankheiten oder sogar Hörschäden führen. Unterschieden werden: - Belästigungen (z.B. Kommunikationsstörungen) - Gesundheitsschäden (Hörschädigungen, stressbedingte Krankheiten, Schlafstörungen) Als gesundheitlich beeinträchtigend sieht die Lärmwirkungsforschung Dauerbelastungen ab 60 bis 65 dB(A) an. Bei Geräuschpegeln ab 40 dB(A) können sich die Schlafstadien ändern. Die Erholsamkeit des Schlafes wird von den meisten Menschen bereits ab 25 bis 30 dB(A) als gestört empfunden. Stressbedingte Erkrankungen, besonders Herz-Kreislauf-Erkrankungen traten in Studien zur Wirkung von Straßenverkehrslärm bei einem Tagesmittelungspegel von 65 - 70 dB(A) vermehrt auf. Gehörschädigungen können (lt. UBA) auftreten bei: - Einzelschallergeignissen > 135 dB (z.B. Explosion) - hohe Schalldruckpegel >120 dB über einige Minuten - länger andauernde Lärmpegel von 85 - 89 dB
  • Luftschall
  • Als Luftschall (kurz: Schall) bezeichnet man Luftdruckschwankungen, die dem atmosphärischen Druck überlagert sind. Durch mechanische Schwingungen von Festkörpern (z.B. Lautsprechermembranen, Stimmbänder, Saiten, Gehäuseblech) oder Unterbrechung eines Luftstromes (Lochsirene) werden Über- und Unterdrücke erzeugt, die sich als Schallwellen in Luft mit einer Geschwindigkeit von etwa 340 m/s ausbreiten.
  • Luftschalldämmung
  • Maßnahmen, die die Schwingungsübertragung, ausgehend von der Luft in einem Bereich, über das trennende Bauteil und abgestrahlt an die Luft im angrenzenden Bereich, vermindern. Die Konzeption der Schalldämmlüftung basiert auf einer möglichst effizienten Luftschalldämmung.
  • Mittleres Schalldämm-Maß Rm
  • Das mittlere Schalldämm-Maß Rm gibt den arithmetischen Mittelwert der Schalldämm-Maße über einen Frequenzbereich von 100 - 3150 Hz (16 Terzen) an. Innerhalb dieses Frequenzbereiches ist das menschliche Ohr am empfindlichsten und der Lautstärkeanteil üblicher Geräusche an der Wandrückseite am größten.
  • Nachhallzeit
  • Die Nachhallzeit ist die für die Raumakustik wichtigste Meßgröße. Sie ist definiert als diejenige Zeit, innerhalb der die Schallenergie in einem Raum nach dem Abschalten der Schallerzeugung um 60dB abgesunken ist.
  • Resultierende Schalldämmung Rw,res
  • Das Resultierende Schalldämmmaß Rw,res erhält man bei einem Bauteil (bestehend aus n Teilflächen) aus den Schalldämmmaßen Ri der einzelnen Teilflächen.
  • Schall - Schalldruckpegel
  • Unter Schall versteht man mechanische Schwingungen in einem elastischen Medium. Für die Physik ist der Schall eine Störung des Luftdrucks (p), welcher sich wie eine Wasserwelle ausbreitet. Beim Schall handelt es sich um Luftdruckschwankungen, die mittels eines Mikrophons in Pascal (Pa) gemessen werden können. Hörbar ist der Bereich von 0,00002 Pa (Hörgrenze) bis ca. 100 Pa (Schmerzschwelle). Da diese Zahlenreihen sehr unhandlich sind, verwendet man eine logarithmische Skala, das Dezibel (dB). 0 dB entspricht der Hörschwelle, 140 dB der Schmerzgrenze. Der Schallpegel L (in dB) ist ein Maß für die im Schall enthaltene Energie bzw. Schallintensität. Auf Grund des logarithmischen Maßsystems bedeutet eine Zunahme des Schallpegels um 10 dB eine Steigerung auf den 10-fachen Schalldruck. Eine Verdoppelung der Schallintensität erhöht den Pegel um 3 dB. Zwei gleichlaute Geräuschquellen verursachen demnach einen um 3 dB höheren Schalldruckpegel als nur eine von ihnen. So ist auch die Summe zweier Geräusche mit 0 dB ein Geräusch mit 3 dB (0 dB + 0 dB = 3 dB). Erst eine Pegelveränderung von 10 dB wird vom menschlichen Ohr als Verdoppelung der Lautstärke empfunden. Dies entspricht jedoch einer Zunahme z.B. des Verkehrs um 90% - d.h. 50 Autos werden als doppelt so laut empfunden wie 5 Autos. Eine Verdoppelung des Abstandes von einer Quelle, die im Vergleich zum Abstand klein ist, führt zu einer Pegelminderung um 6 dB.
  • Schallabsorption
  • Wenn eine Schallwelle auf einen weichen, verformbaren oder porösen Körper trifft und ganz oder teilweise absorbiert wird, spricht man von Schallabsorption. Auf einen Raum bezogen entsteht dadurch bspw. der Verlust an Schallenergie bei der Reflexion an den Begrenzungsflächen eines Raums oder an den Gegenständen oder Personen in einem Raum. Der Verlust entsteht dabei vorwiegend durch Umwandlung von Schall in Wärme. Gelangt der Schall teilweise in Nachbarräume oder (z. B. durch offene Türen) ins Freie (Transmission), geht er für den Raum verloren.
  • Schalldämm-Maß R
  • Das Schalldämm-Maß R resultiert aus einer Prüfstandsmessung und wird zur Kennzeichnung der Luftschalldämmung eines Bauteils angewendet. R ist frequenzabhängig und wird aus der Schallpegeldifferenz D unter Berücksichtigung der Fläche S des Trennbauteils und der Absorptionsfläche A im Empfangsraum errechnet. Rw bezeichnet die Qualität eines Bauteils quer zu seiner Ausbreitungsrichtung.
  • Schalldämmlüfter
  • Lüftungsgerät zur wirksamen Reduktion von externen Lärmquellen welche insbesondere durch starken Verkehrslärm (Strassenverkehr, Schienenverkehr, Flugverkehr, Industrie- und Gewerbelärm, Nachbarschaftslärm etc.) verursacht werden. Insbesondere sind Schalldämmlüfter für den dezentralen Einsatz als Wandlüfter mit bevorzugter Anordnung als Aussenwanddurchlass bzw. Nachströmeinheit für die freie Anordnung an Aussenwänden oder in Kombination mit Fenstern konzipiert. Neben der bedarfsgerechten Frischluftzufuhr in schallbeaufschlagten Objekten wie Wohngebäuden, Büro- und Verwaltungsbauten etc. regelt die Schalldämmlüftung auch den gemäß EnEV erforderlichen bedarfsgerechten, hygienischen Luftwechsel und erhält damit, durch Verhinderung von zu hohen Luftfeuchtigkeiten, gleichzeitig die Bausubstanz nachhaltig.
  • Schallleistung
  • Schallenergie pro Sekunde, die eine Geräuschquelle abstrahlt, sie wird meist als Schallleistungspegel angegeben, der auf eine Leistung von 0,000 000 000 001 Watt bezogen ist. Der Schallleistungspegel entspricht dem gemessenen Schalldruckpegel in 28 cm Entfernung einer in alle Raumrichtungen gleichmäßig abstrahlenden punktförmigen Geräuschquelle.
  • Schallpegeldifferenz D
  • Die Schallpegeldifferenz D ist der Unterschied zwischen dem Schallpegel L1 im Senderaum und dem Schallpegel L2 im Empfangsraum D = L1 – L2 (in dB).
  • Trittschallpegel
  • Der Trittschallpegel L ist jener Schallpegel, der in einem Raum entsteht, wenn mit einem Normhammerwerk auf eine dem Raum angrenzende Decke oder Stiege geklopft wird.