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29.07.2025

ALD Lüftung – Smarte Lösung für frische Luft ohne Energieverlust

In modernen Wohn- und Nichtwohngebäuden spielt die kontrollierte Frischluftzufuhr eine entscheidende Rolle – nicht nur für das Raumklima, sondern auch für den Werterhalt der Bausubstanz und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Außenluftdurchlässe, kurz ALD, sind dabei eine zentrale Komponente im Konzept der bedarfsgerechten, passiven Wohnungslüftung nach DIN 1946-6.

Als Planer, Architekt oder Installateur stehen Sie vor der Herausforderung, wirtschaftliche, energieeffiziente und schallschutzkonforme Lösungen zu integrieren, ohne die gestalterische Freiheit zu verlieren. Genau hier setzen die maßgeschneiderten ALD-Lösungen von VENTOMAXX an – mit präziser Fertigung aus Niederbayern, modularer Aufbauweise und kompromisslosem Fokus auf Schalldämmung und Montagefreundlichkeit.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie ein ALD funktioniert, welche Vorteile er bietet und wie Sie ihn projektspezifisch richtig einsetzen – technisch fundiert, herstellerunabhängig erklärt und praxisnah aufbereitet.

Was bedeutet ALD in der Lüftungstechnik?

Ein Außenluftdurchlass (ALD) ist ein passives Bauelement, das Frischluft von außen kontrolliert in Innenräume leitet – in der Regel über die Gebäudehülle hinweg, meist durch eine Außenwand. Er kommt primär in Systemen der freien Lüftung oder in Kombination mit mechanischen Abluftanlagen zum Einsatz.

Im Gegensatz zu dezentralen Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung oder zentralen Systemen benötigt ein ALD keine Stromzufuhr, keine Ventilatoren und keine Steuerung. Die Luft strömt ausschließlich über natürlichen Druckunterschied (Winddruck oder thermischer Auftrieb) ins Gebäudeinnere. Varianten mit Feuchte- oder Druckregelung bieten zusätzlich einen automatisierten Schutz vor Unter- oder Überlüftung.

ALDs sind vor allem in Gebäuden mit geringen Luftwechselanforderungen oder begrenztem baulichen Spielraum gefragt – z. B. bei Sanierungen, denkmalgeschützten Objekten oder als Nachrüstlösung in Kombination mit zentralen Abluftsystemen. In vielen Projekten stellt ein ALD die einzige wirtschaftlich und gestalterisch sinnvolle Lösung dar, um die Anforderungen der DIN 1946‑6 zu erfüllen, insbesondere bei der Mindestlüftung zum Feuchteschutz.

Mit VENTOMAXX ALD-Systemen profitieren Sie zusätzlich von hervorragenden Schallschutzwerten, einer unauffälligen Fassadengestaltung und einem breiten Spektrum an Konfigurationsmöglichkeiten – individuell zugeschnitten auf Ihr Bauvorhaben.

Wie funktioniert ein Außenluftdurchlass (ALD)?

Ein Außenluftdurchlass (ALD) arbeitet nach dem Prinzip der druckgesteuerten oder feuchtegeführten Passivlüftung. Dabei strömt Frischluft von außen kontrolliert über eine Öffnung in der Gebäudehülle in den Raum ein – ohne mechanischen Antrieb. Die Luftzufuhr erfolgt in der Regel über den natürlichen Differenzdruck zwischen Innen- und Außenklima oder in Verbindung mit einem zentralen Abluftsystem.

Aufbau eines ALD-Systems

Ein typischer ALD besteht aus folgenden Komponenten:

Je nach Ausführung kann ein ALD manuell einstellbar, druckgesteuert oder feuchtegeführt sein. Letztere Variante bietet den Vorteil, dass sie bei steigender Luftfeuchte (z. B. im Badezimmer) den Luftdurchlass automatisch öffnet und bei trockener Luft wieder reduziert – ganz ohne elektronische Steuerung.

Integration in das Lüftungskonzept

Ein einzelner ALD erfüllt nie die komplette Lüftungsfunktion, sondern ist Teil eines Gesamtkonzepts. Er bringt Frischluft in Aufenthaltsräume wie Wohnzimmer oder Schlafzimmer ein. Gleichzeitig wird in feuchtebelasteten Räumen (Küche, Bad, WC) die verbrauchte Luft durch Abluftventilatoren oder zentrale Abluftanlagen abgeführt.

Diese Art der Luftführung – von „trocken“ nach „feucht“ – ermöglicht eine bedarfsgerechte, nutzerunabhängige Lüftung, ohne Wärmeverluste durch geöffnete Fenster.

Vorteile für Planer und Ausführende

Insbesondere bei Projekten mit Schallschutzanforderungen (z. B. innerstädtische Lagen) oder hohem architektonischem Anspruch ist ein hochwertiger ALD von VENTOMAXX eine leistungsfähige Alternative zur klassischen Fensterlüftung – unauffällig in der Fassade, technisch durchdacht im Detail.

Für welche Bauprojekte eignet sich ein ALD?

Die Entscheidung für oder gegen den Einsatz eines Außenluftdurchlasses (ALD) hängt maßgeblich vom Gebäudetyp, den baulichen Voraussetzungen, der Energieeffizienzstrategie sowie den gesetzlichen Vorgaben ab. ALDs sind besonders dann die richtige Wahl, wenn eine bedarfsgerechte Grundlüftung ohne komplexe Technik gewünscht ist – oder wenn zentrale oder dezentrale Lüftungssysteme aus Platz-, Budget- oder Designgründen nicht umsetzbar sind.

1. Neubauten mit kontrollierter Abluftanlage

In vielen modernen Wohngebäuden – vor allem Mehrfamilienhäusern (MFH) – wird auf zentrale Abluftanlagen gesetzt. Die Frischluftzufuhr erfolgt hier über ALDs in Wohn- und Schlafräumen, während in Küche, Bad und WC die verbrauchte Luft mechanisch abgeführt wird. Diese Kombination erfüllt zuverlässig die Anforderungen der DIN 1946‑6 zur „Lüftung zum Feuchteschutz“ und ist förderschädlich neutral, da keine aktive Wärmerückgewinnung erfolgt.

Typische Projekte:

2. Sanierung und Nachrüstung von Bestandsgebäuden

Gerade bei energetisch sanierten Altbauten entstehen durch neue Fenster, Dämmungen und dichte Gebäudehüllen Luftdichtheitsprobleme. Die natürliche Infiltration fällt weg – es muss aktiv Frischluft zugeführt werden, um Feuchteschäden, Schimmelbildung und Geruchsbelastung zu vermeiden. ALDs bieten hier eine kosteneffiziente Nachrüstlösung ohne Eingriff in die Gebäudetechnik.

VENTOMAXX bietet dafür spezielle Sanierungslösungen, die sich auch bei schwieriger Bausubstanz (z. B. dicken Wänden, Sichtbeton oder Denkmalschutz) problemlos integrieren lassen.

Typische Projekte:

3. Objekte mit hohen Schallschutzanforderungen

In stark lärmbelasteten Lagen – z. B. an Hauptverkehrsstraßen, Bahnlinien oder Flughäfen – wird der Einsatz konventioneller Fensterlüftung oft baurechtlich ausgeschlossen. Ein ALD mit entsprechender Schallschutzklasse ermöglicht hier eine lüftungstechnisch sichere und akustisch geprüfte Lösung, ohne auf Frischluftzufuhr verzichten zu müssen.

Typische Projekte:

4. Einbindung in förderfähige Lüftungskonzepte

Auch wenn ALDs selbst keine Wärmerückgewinnung bieten, können sie in förderfähige Gesamtkonzepte eingebunden werden – etwa in Kombination mit Wärmerückgewinnungssystemen in den Ablufträumen oder über ergänzende WRG-Module. Insbesondere bei KfW-geförderten Maßnahmen ist eine saubere Dokumentation der Luftvolumenströme und der Einhaltung der DIN 1946‑6 entscheidend – hier punktet VENTOMAXX mit planungsbegleitender Fachunterstützung.

Fazit für Planer und Handwerker:

Ein ALD ist kein Notbehelf, sondern eine technisch durchdachte Komponente in modernen Lüftungskonzepten. Er überzeugt dort, wo andere Systeme an baulichen, wirtschaftlichen oder gestalterischen Grenzen scheitern – und bietet mit VENTOMAXX-Lösungen zusätzliche Vorteile in Montage, Schallschutz und Individualisierbarkeit.

Welche Vorteile bietet ein ALD für TGA-Planer und Handwerker?

Ein Außenluftdurchlass (ALD) überzeugt nicht nur durch seine Funktion, sondern auch durch praktische Vorteile in Planung und Ausführung – vor allem bei Projekten, in denen Wirtschaftlichkeit, Schallschutz und einfache Umsetzung gefragt sind.

Außenluftdurchlässe bieten eine einfache, flexible und wirtschaftliche Möglichkeit, kontrollierte Frischluftzufuhr ohne komplexe Technik umzusetzen. Besonders bei Sanierungen, im Geschosswohnungsbau oder bei Projekten mit erhöhtem Schallschutzbedarf ermöglichen sie eine praxisnahe Lösung, die den Vorgaben der DIN 1946‑6 entspricht – und dabei planerisch wie baulich unkompliziert bleibt.

ALD mit Schallschutz – Lüften ohne Lärm

Ein häufiger Einwand gegen passive Lüftungssysteme betrifft den Schallschutz. Gerade in urbanen Lagen, an Hauptverkehrsstraßen oder in der Nähe von Bahnlinien stellt sich die Frage: Wie gelangt Frischluft ins Gebäude, ohne den Lärm mitzubringen?

Moderne ALD-Systeme bieten hierfür eine klare Antwort. Durch den Einsatz schallabsorbierender Materialien, strömungsoptimierter Kanäle und mehrschichtiger Innenblenden erreichen viele Modelle hohe Schalldämmwerte.

Wichtige Faktoren für guten Schallschutz:

Ein korrekt geplanter und ausgeführter ALD kann so den baurechtlich geforderten Außenlärmschutz sicherstellen, ohne auf Frischluftzufuhr zu verzichten. Für Wohn- und Schlafräume ist das ein entscheidender Komfortfaktor – besonders dort, wo Fensterlüftung aufgrund von Lärm nicht mehr praktikabel ist.

ALD oder dezentrale Lüftung – Was passt besser?

Die Wahl zwischen einem Außenluftdurchlass (ALD) und einer dezentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (WRG) hängt von verschiedenen Projektfaktoren ab: Gebäudeart, Energieanforderungen, Platzverhältnisse, Budget und Nutzerkomfort.

Hier ein kurzer Vergleich der beiden Systeme:

Kriterium ALD Dezentrale Lüftung mit WRG
Energieeffizienz Passiv, ohne WRG Hohe Effizienz durch Wärmerückgewinnung
Strombedarf Nein Ja
Montageaufwand Gering Mittel bis hoch
Wartung Minimal Regelmäßiger Filterwechsel
Förderfähigkeit (BEG) Eingeschränkt In der Regel förderfähig
Schallschutz Hoch möglich mit Zusatzmodulen Hoch mit geeigneten Geräten
Einbaulage Flexibel (Wand) Wandnahe Platzierung nötig

In vielen Fällen ist auch eine Hybridlösung möglich – z. B. ALDs in weniger genutzten Räumen, dezentrale Geräte mit WRG in Schlaf- oder Wohnbereichen.

Technische Anforderungen & Normen für ALD-Systeme

Wer mit Außenluftdurchlässen plant, muss die rechtlichen und normativen Grundlagen im Blick behalten. Die wichtigste Norm für die Auslegung ist die DIN 1946‑6, die Anforderungen an die Wohnungslüftung stellt – sowohl für Neubauten als auch bei Renovierungen.

DIN 1946‑6 – Das Fundament der Lüftungsplanung

Die DIN 1946‑6 schreibt vor, dass für jedes Gebäude ein Lüftungskonzept zu erstellen ist, das u. a. folgende Ziele erfüllen muss:

  • Lüftung zum Feuchteschutz (Mindestanforderung, immer umzusetzen)

  • Reduzierte Lüftung / Nennlüftung / Intensivlüftung je nach Nutzung und Nutzerverhalten

  • Nutzerunabhängige Funktion (z. B. ohne aktives Fensteröffnen)

Ein korrekt dimensionierter ALD kann – als Teil eines Gesamtkonzepts mit Abluftführung – diese Anforderungen vollständig erfüllen.

Luftvolumenstrom und Dimensionierung

Wesentlich für die Planung ist der erforderliche Luftvolumenstrom in m³/h pro Raum oder Wohneinheit. Dieser richtet sich nach:

  • Raumgröße und -nutzung

  • Anzahl der Personen

  • Gebäudestandort (Winddruck)

  • Art der Abluftanlage

  • Schallschutzanforderungen

ALDs gibt es mit definierten Volumenstromkennwerten, die je nach Ausführung, Steuerung (z. B. feuchtegeführt) und Strömungswiderstand variieren. Planer können diese Werte in die Berechnung integrieren und nachweisen.

Dokumentation und Planungssicherheit

Für die Bauakte ist eine Dokumentation des Lüftungskonzepts inklusive ALD-Angaben erforderlich. Viele Hersteller liefern:

  • Volumenstromtabellen

  • CAD-Zeichnungen

  • Prüfberichte nach DIN EN 13141-1 (Leistung passiver Lufteinlässe)

  • Schallschutznachweise nach DIN EN ISO 10140

Damit lassen sich ALDs sicher in Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung einbinden, auch bei förderfähigen Projekten.

Wann ist ein ALD die richtige Lösung?

Außenluftdurchlässe bieten eine technisch einfache, aber normgerechte Lösung für die kontrollierte Frischluftzufuhr – ganz ohne aktive Komponenten. Sie sind platzsparend, wartungsarm und flexibel planbar, besonders geeignet für Projekte mit zentraler Abluftführung, begrenztem Budget oder hohen Schallschutzanforderungen.

Ob im Neubau oder in der Sanierung, als alleinige Zuluftlösung oder im Zusammenspiel mit anderen Lüftungssystemen – der ALD lässt sich vielseitig einsetzen und erfüllt zuverlässig die Anforderungen der DIN 1946‑6.

Für Planer, Architekten und Handwerker bedeutet das: hohe Planungssicherheit, einfache Integration in Bauprojekte und ein stimmiges Verhältnis aus Funktion, Aufwand und Nutzen.

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