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07.11.2025

Dezentrale Lüftung im Geschosswohnungsbau

Der Geschosswohnungsbau steht zunehmend im Fokus energieeffizienter Stadtentwicklung.
Mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der DIN 1946-6 gelten klare Vorgaben: Jede Wohnung muss ein Lüftungskonzept haben, das den Feuchteschutz und die Raumluftqualität sicherstellt – unabhängig vom Nutzerverhalten.

Für TGA-Planer und Installateure bedeutet das:
Klassische Fensterlüftung reicht nicht mehr aus, und zentrale Anlagen stoßen in vielen Projekten an ihre Grenzen. Schachtführungen, Wartungszugänglichkeit und Brandschutzanforderungen machen sie komplex und teuer.

Dezentrale Lüftungssysteme bieten hier eine wirtschaftliche und technisch ausgereifte Alternative. Sie arbeiten wohnungsweise, sind einfach zu installieren und ermöglichen durch Wärmerückgewinnung eine hohe Energieeffizienz.
Im Geschosswohnungsbau eröffnen sie damit neue planerische Freiräume – insbesondere bei Sanierung, Nachverdichtung und serieller Bauweise.

Lüftung im Geschosswohnungsbau: Anforderungen und Rahmenbedingungen

Bauphysikalische Ausgangslage

Moderne Mehrfamilienhäuser werden nahezu luftdicht errichtet. Diese Bauweise reduziert Wärmeverluste, verhindert aber gleichzeitig den natürlichen Luftaustausch. Feuchtigkeit, VOC-Belastungen und CO₂ müssen daher kontrolliert abgeführt werden, um Bauschäden und Komforteinbußen zu vermeiden.

Im Geschosswohnungsbau kommt hinzu:

Das erfordert Lüftungssysteme, die sich präzise an die jeweilige Nutzungseinheit anpassen lassen – ohne aufwendige Schachtplanung oder komplexe Wartungslogistik.

Normative und rechtliche Anforderungen

Für den Wohnungsbau sind folgende Regelwerke maßgeblich:

Planer müssen außerdem berücksichtigen:

Planerische Konsequenzen

Für Installateure und Fachplaner bedeutet das:

Gerade in dicht bebauten urbanen Gebieten, wo Platz und Zugänglichkeit knapp sind, wird die dezentrale Lüftung zur praktikabelsten und wirtschaftlichsten Lösung.

Ventomaxx-Systeme zeigen hier ihre Stärke: durch modulare Bauweise, hohe Schalldämmung und flexible Integration in die Fassade lassen sie sich individuell an Gebäudestruktur und Nutzungseinheit anpassen, ohne Kompromisse bei Effizienz oder Design.

Zentrale vs. dezentrale Systeme: Technischer und wirtschaftlicher Vergleich

Die Wahl zwischen zentraler und dezentraler Lüftung ist im Geschosswohnungsbau ein entscheidender Planungsschritt. Beide Systeme können normgerecht eingesetzt werden – ihre Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Flexibilität unterscheiden sich jedoch deutlich.

Funktionsprinzip beider Systeme

Kriterium Zentrale Lüftung Dezentrale Lüftung
Luftführung Über gemeinsames Kanalnetz für Zu- und Abluft Raumweise Geräte ohne Kanalnetz
Steuerung Zentral geregelt für alle Wohneinheiten Individuell pro Wohnung oder Raum
Installation Aufwendige Schachtführung, Brandschutzklappen, Kanalisierung Wanddurchführung, direkter Fassadeneinbau
Wärmerückgewinnung Großflächiger Wärmetauscher Keramischer Speicher im Gerät
Wartung Zugang zu zentralen Komponenten notwendig Wartung wohnungsweise durchführbar
Kostenstruktur Höhere Erstinvestition, komplexe Wartung Geringere Investitionskosten, niedriger Betrieb
Flexibilität Gering – Änderungen nur an Gesamtanlage Hoch – Nachrüstung oder Austausch einzelner Einheiten möglich

Diese Übersicht zeigt: Dezentrale Systeme ermöglichen planerische Unabhängigkeit auf Wohnungsebene, was gerade in heterogenen Gebäudestrukturen entscheidend ist.

Technische Bewertung im Geschosswohnungsbau

Zentrale Anlagen sind vorteilhaft, wenn:

Dezentrale Systeme sind im Vorteil, wenn:

Mit modularen Geräten wie den Ventomaxx-Systemen der WRG-Reihe lassen sich beide Anforderungen vereinen: hohe Wärmerückgewinnung bei gleichzeitig minimalem Eingriff in die Bausubstanz.

Wirtschaftlichkeit im Vergleich

Ein zentraler Vorteil der dezentralen Systeme liegt in der Gesamtkostenbilanz über den Lebenszyklus.

Fachlich betrachtet entsteht so ein System, das energetisch und wirtschaftlich optimal skaliert – von wenigen Wohneinheiten bis hin zu großen Bauprojekten.

Montage und Integration in die Gebäudeplanung

Ein wesentlicher Vorteil dezentraler Systeme ist ihre einfache Integration in die Fassade oder Außenwand.

Für Installateure bedeutet das:

Planung und Dimensionierung im Geschosswohnungsbau

Planungsvoraussetzungen

Die Planung einer dezentralen Lüftung im Geschosswohnungsbau beginnt mit der Analyse des Lüftungsbedarfs pro Nutzungseinheit. Grundlage sind u. a.:

Der erste Schritt ist die Ermittlung der Luftvolumenströme, z. B.:

Diese Werte dienen der Dimensionierung der Geräteanzahl und der Platzierung im Grundriss.

Positionierung und Luftführung

Ein zentraler Aspekt in der Planung ist die Strömungsführung zwischen Zu- und Abluftzonen:

Bei dezentralen Systemen werden Lüftungsgeräte raumweise platziert, sodass ein kontrollierter Querlüftungseffekt entsteht.
Durch Paarschaltung (Ein- und Ausblasgeräte im Wechselbetrieb) wird der Luftaustausch geregelt und die Wärme der Abluft zurückgewonnen.

Schallschutz und Einbauvarianten

Im Geschosswohnungsbau spielt Schallschutz eine zentrale Rolle – insbesondere in Gebäuden mit hoher Außenschallbelastung (z. B. innerstädtische Lagen, Bahntrassen).

Dezentrale Systeme können hier punkten:

Einbauvarianten:

Elektrische und steuerungstechnische Integration

Für Installateure entscheidend ist der einfache elektrische Anschluss. Dezentrale Geräte arbeiten meist mit 230 V-Zuleitung und werden in der Regel an eine gemeinsame Steuerung pro Wohneinheit gekoppelt.

Planungstipp:
Ein strukturierter Montageplan mit Gerätekennzeichnung pro Raum vereinfacht spätere Wartung und Abrechnung erheblich.

Investitionskosten und Betrieb

Investitionskosten

Die Anschaffungskosten dezentraler Systeme liegen meist 20–30 % unter zentralen Lüftungsanlagen, da keine Kanalführungen, Brandschutzklappen oder zentrale Aggregate erforderlich sind. Geräte können nach Bauabschnitten installiert werden – ein Vorteil bei gestaffelter Bauausführung.

Betrieb und Wartung

Dezentrale Anlagen überzeugen im Alltag durch niedrigen Wartungsaufwand:

Wartungsintervalle liegen je nach Umgebung zwischen 6 und 12 Monaten (Filterwechsel) und alle 5 Jahre (Funktionsprüfung).

Energieeffizienz und Betriebskosten

Mit hohen Wärmerückgewinnungsgraden tragen dezentrale Systeme signifikant zur Heizkostenreduktion bei. Da keine Kanalverluste auftreten, bleibt die Systemeffizienz auch langfristig konstant.

Lebenszyklusbetrachtung

Über einen Zeitraum von 15 Jahren ergibt sich:

Grenzen und Kombinationslösungen

Dezentrale Lüftungssysteme sind im Geschosswohnungsbau eine technisch wie wirtschaftlich überzeugende Lösung. Doch wie jedes System haben sie Grenzen, die bei der Planung zu berücksichtigen sind.

Technische Grenzen

Kombinationslösungen

In der Praxis bewährt sich häufig eine hybride Lüftungsstrategie, bei der verschiedene Systeme intelligent kombiniert werden:

Gerade diese Kombinationen zeigen, wie flexibel moderne Lüftungstechnik auf die baulichen Realitäten im Geschosswohnungsbau reagieren kann.
Ventomaxx bietet hierfür ein modulares Systemportfolio – von passiven Außenluftdurchlässen bis zu aktiven Geräten mit Wärmerückgewinnung – das individuell auf die jeweilige Gebäudestruktur abgestimmt werden kann.

Fazit

Die dezentrale Lüftung hat sich im Geschosswohnungsbau als praxisnahe, effiziente und zukunftssichere Lösung etabliert. Sie überzeugt durch:

Für Planer und Installateure bedeutet das:
Weniger Aufwand bei Planung und Montage, mehr Freiraum bei architektonischer Gestaltung und eine verlässliche Grundlage für den Feuchteschutznachweis nach DIN 1946-6.

Wer bei Neubau oder Sanierung die passende Lüftungsstrategie sucht, profitiert von einer fachgerechten Beratung und abgestimmten Systemauswahl.
Das Ventomaxx-Team unterstützt Sie bei der Planung, Bemessung und Integration geeigneter Systeme: praxisnah, herstellererprobt und effizient.

Bei Beratungsbedarf zur optimalen Lüftungslösung im Geschosswohnungsbau kontaktieren Sie uns gerne.

Weitere spannende Beiträge

In unserem Blog finden Sie weitere Fachbeiträge, die Planern und Installateuren wertvolle Informationen rund um moderne Lüftungskonzepte bieten:

  1. Lüftung im Mehrfamilienhaus: Planung, Anforderungen und Lösungen
    Ein Überblick über zentrale und dezentrale Systeme im Mehrfamilienhaus. Mit Fokus auf Normen, Schallschutz und Energieeffizienz.

  2. Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 verstehen und anwenden
    Schritt-für-Schritt erklärt: Wie Fachplaner den Lüftungsnachweis korrekt erstellen und welche Lösungen sich in der Praxis bewährt haben.

  3. DIN 4109: Schallschutz von Lüftungsanlagen
    Warum moderner Schallschutz und kontrollierte Lüftung kein Widerspruch sind und wie Ventomaxx Systeme beide Anforderungen verbindet.

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