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15.08.2025

Lüftung im Haus nachrüsten: Zentrale, dezentrale oder hybride Lösungen?

Lüften ist Pflicht – nicht nur Komfort

Mit jeder energetischen Sanierung steigen die Anforderungen an den baulichen Luftwechsel. Dicht schließende Fenster und gedämmte Außenhüllen verbessern zwar den Energiehaushalt, reduzieren aber gleichzeitig den natürlichen Luftaustausch – und genau das stellt viele Bestandsbauten vor ein neues Problem.

Denn: Luftaustausch ist nicht mehr automatisch gegeben. Und die Fensterlüftung allein reicht in vielen Fällen nicht aus, um Feuchtigkeit dauerhaft abzuführen oder ein bauphysikalisch sinnvolles Niveau an Frischluft zu gewährleisten.

Spätestens bei sichtbaren Feuchteproblemen oder bei Sanierungen mit Nachweispflicht (z. B. nach DIN 1946-6) stellt sich die Frage: Wie lässt sich eine Lüftungsanlage im Haus nachrüsten – technisch sinnvoll, wirtschaftlich tragbar und ohne massive Eingriffe?

In diesem Beitrag geben wir einen strukturierten Überblick für Fachplaner, Architekten und Handwerker, die mit Lüftungsfragen im Bestand konfrontiert sind. Wir zeigen, welche Systeme sich nachrüsten lassen, wann welche Lösung sinnvoll ist, und wie VENTOMAXX-Technik auch bei kniffligen Grundrissen überzeugt.

Warum Lüftung im Bestandsbau nachgerüstet werden muss

Viele Bestandsgebäude – ob unsaniert oder bereits teilmodernisiert – verfügen über kein aktives Lüftungssystem, da sie ursprünglich dafür nicht vorgesehen waren. Der Luftaustausch fand über Undichtigkeiten in Fenstern, Fugen und Bauteilen statt – das ist bei heutigen Sanierungsstandards nicht mehr der Fall.

Folgen unzureichender Lüftung:

Planer-Hinweis:
Die DIN 1946-6 verpflichtet bei vielen Sanierungen zur Erstellung eines Lüftungskonzepts. Dies gilt bereits dann, wenn mehr als ein Drittel der Fenster oder Dämmung eines Hauses erneuert werden.

Typische Nachrüstsituationen aus der Praxis:

Welche Lüftungssysteme lassen sich im Haus nachrüsten – und wann?

Wer eine Lüftung im Bestandsgebäude nachrüsten will, steht meist vor der Wahl zwischen zentralen, dezentralen oder passiven Systemen. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt stark von Gebäudestruktur, Einbauaufwand, Luftvolumen, Nutzung und Budget ab.

Systemvergleich: Was ist technisch machbar?

Systemtyp Nachrüstbarkeit im Bestand Vorteile Typische Anwendung
Zentrale Lüftung Eingeschränkt – hoher baulicher Aufwand Hoher Luftkomfort, WRG, zentrale Steuerung Neubau, Kernsanierung
Dezentrale Lüftung Sehr gut nachrüstbar Modular, schnelle Montage, WRG möglich EFH, MFH, Nachrüstung Raumweise
Passive Lüftung (ALD) Einfach nachrüstbar Stromlos, wartungsfrei, schalloptimiert möglich Kombination mit Abluftsystemen

Entscheidungshilfe: Wann welches System?

  • Zentrale Systeme bieten hohen Komfort, setzen aber ausreichend Installationsraum, Luftkanäle und gute Zugänglichkeit voraus. In vielen Sanierungen ist der bauliche Eingriff dafür zu groß oder unwirtschaftlich.

  • Dezentrale Systeme werden raumweise eingesetzt, benötigen keine Luftkanäle und lassen sich in Außenwände integrieren. Sie sind ideal für Sanierungen ohne Grundrissveränderung oder auch bei Etagenwohnungen.

  • Passive Systeme wie Außenluftdurchlässe (ALD) sind besonders dann sinnvoll, wenn mechanische Abluft vorhanden oder geplant ist. Sie funktionieren stromlos und können mit Schallschutzmodulen kombiniert werden – perfekt für lärmbelastete Stadtlagen.

In der Regel eignen sich dezentrale Lüftungssysteme am besten für die Nachrüstung. Sie sind flexibel planbar, installationsfreundlich und auch DIN 1946-6-konform einsetzbar. In Kombination mit passiven ALDs lassen sich sogar hybride Lösungen realisieren.

Förderung & Kosten beim Nachrüsten einer Lüftungsanlage

Beim Nachrüsten einer Lüftung im Bestandsgebäude spielt die Wirtschaftlichkeit eine zentrale Rolle – nicht nur aus Sicht des Bauherrn, sondern auch für die Planungsentscheidung. Gute Nachrichten: Für viele Systeme gibt es Förderungen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) oder durch steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten.

Welche Förderungen gibt es?

1. Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM):

  • Förderfähig: Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

  • Förderhöhe: bis zu 20 % der Investitionskosten

  • Antragstellung vor Vorhabensbeginn, über das BAFA

2. Steuerbonus für energetische Sanierung:

  • Alternative zur BEG: 20 % Abschreibung über 3 Jahre direkt von der Steuer

  • Gilt auch für energetisch sinnvolle Einzelmaßnahmen

  • Kein Energieeffizienz-Experte erforderlich

3. Weitere Förderprogramme (regional):

  • Länder- oder Stadtförderungen, z. B. für Schallschutzmaßnahmen

  • Empfehlung: immer mit der örtlichen Energieberatung abstimmen

Was ist nicht förderfähig?

  • Passive Systeme (ALD) ohne mechanischen Antrieb oder Wärmerückgewinnung sind derzeit nicht BEG-förderfähig → Sie lohnen sich aber oft trotzdem, weil sie wartungsfrei, kostengünstig und langfristig effizient sind

Förderungen können den Ausschlag für ein System geben – wichtig ist deshalb eine frühe Berücksichtigung imPlanungsprozess. Besonders bei dezentralen Lösungen mit WRG lassen sich Aufwand und Förderung gut kombinieren.

Dezentrale Lüftung nachrüsten: So funktioniert’s in der Praxis

Dezentrale Lüftungsgeräte werden raumweise direkt in die Außenwand eingebaut – ohne zentrale Luftverteilung, ohne aufwendige Kernsanierung. Ideal für die Nachrüstung im Bestand.

Der Einbau auf einen Blick:

Vorteile für die Nachrüstung:

VENTOMAXX bietet Systeme, die Schallschutz, Wärmerückgewinnung und optische Integration bereits vereinen, sprechen Sie uns gern für weitere Informationen an.

Fazit: So finden Planer die passende Nachrüstlösung

Lüftung im Bestand nachzurüsten ist kein Luxus, sondern oft bauphysikalisch notwendig, vor allem bei energetischen Maßnahmen oder feuchtekritischen Raumnutzungen. Die gute Nachricht: Es gibt passende Lösungen für nahezu jede Einbausituation.

Planen Sie eine Nachrüstung, berücksichtigen Sie das Lüftungskonzept frühzeitig – und lassen Sie sich bei Bedarf systemoffen beraten. VENTOMAXX unterstützt Sie mit projektspezifischen Lösungen, technischer Expertise und montagefreundlicher Produktlogik, vom ALD bis zur dezentralen WRG-Einheit.

Weitere spannende Beiträge: 

Erfahren Sie in unserem Beitrag mehr darüber, wie dezentrale Lüftungssysteme funktionieren und welche Vorteile sie bieten – ideal für Raumweise-Nachrüstung und einfache Einbindung in Bestandsgebäude.

Lesen Sie, wie Sie ein normgerechtes Lüftungskonzept nach DIN 1946‑6 erstellen – inklusive Lüftungsstufen, Luftvolumenstromberechnung und Planungsleitfaden für TGA-Profis.

Die Planung effizienter Systeme setzt die Kenntnis verschiedener dezentraler Belüftungslösungen voraus – mit und ohne Wärmerückgewinnung, Schallschutz und Fassade – wie in unserem Artikel zu Arten dezentraler Lüftungssysteme dargestellt.

Kontakt

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    Unser Schalldämmlüfterprogramm stellt sich als besonders flexibel und kompakt dar und repräsentiert seit Jahren die höchsten Schalldämmleistungen am Markt. Unsere primäre Aufgabe gegenüber Architekten und Fachplanern, wenn es um die Umsetzung dezentraler Lüftungsaufgaben geht, sehen wir in einer kompetenten und individuellen Beratung. Zur Lösung Ihrer projektbezogenen Aufgaben stehen nahezu unendlich viele verschiedene Montagemöglichkeiten zur Verfügung. Mit Ventomaxx realisieren Sie hybride Konzepte aus passiver und aktiver Schalldämmlüftung aus einer Hand.

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